Begriff
1 Bestimmung
2 Vorkommen
Vorurteil
Ein durch Gewohnheit festgelegtes Vor-Urteil, das vor jeder Urteilsbildung bereits herrscht.
Bevor wir uns an die Regelmäßigkeit der Sonnenbewegung gewöhnen, haben wir uns schon an vieles andere gewöhnt, etwa an die relative Stabilität des Raumes. Eine solche festgelegte Beständigkeit herrscht vor jedem Urteil und kann deshalb Vorurteil heißen. Jedes Vorurteil ist zugleich Aussichtspunkt und Ergebnis der Induktion der Gewohnheit; im Gefüge bilden Vorurteile die Warte.
Bestimmungen
- GG V1 · Rn 8
Die Gewohnheit ist nach Hume das treibende Prinzip der Herstellung von Verknüpfungen schaffender Natur. Wir haben dies bereits in der Einleitung erwähnt und verzichten auf ein weiteres Beispiel zur Verdeutlichung des Prinzips. Er selbst sieht die Gewöhnung als eine Hypothese, di…